in St. Josef

„Heute feiern wir das Geburtsfest unserer Kirche!“ Mit diesen Worten begrüßte Stadtpfarrer Dr. Kazimierz Pajor die Glaubensgemeinschaft zur heiligen Messe am Pfingstsonntag in der Kirche von St. Josef. Exakt am fünfzigsten Tag nach Ostern markiert Pfingsten das Ende der Osterzeit und erinnert an das Kommen des Heiligen Geistes auf die Apostel und die erste christliche Gemeinde. Für die Gläubigen eines der wichtigsten Feste im liturgischen Kalender der römisch-katholischen Kirche.

Anette Bauer las aus dem zweiten Kapitel, Vers 1 bis 4, der Apostelgeschichte. Darin wird das Pfingstereignis beschrieben, welches als der entscheidende Moment für die frühe christliche Gemeinde gilt. Es beginnt mit der Versammlung der Apostel und anderer Gläubiger in Jerusalem am Tag des Pfingstfestes. Plötzlich erfüllt ein Brausen vom Himmel den Raum, und Feuerzungen erscheinen, die sich auf jeden der Anwesenden niederlassen. Alle werden mit dem Heiligen Geist erfüllt und beginnen, in verschiedenen Sprachen zu sprechen, wie es ihnen der Geist eingab.

„Pfingsten – was ist das?“ fragte Pajor die Kirchengemeinde zu Beginn seiner Predigt. Mit Hilfe eines Fotos von einem der drei Glasbilder aus dem Foyer des Pfarrheims, verdeutlichte der Geistliche seine Erklärung. Darauf abgebildet sind zwei Symbole – ein Herz und ein Pfeil. Dabei stellt der Pfeil den Heiligen Geist dar. Ähnlich wie einem Vektor aus der Physik, symbolisiert dieser Pfeil in seiner goldgelben Darstellung, den Heiligen Geist als göttliche Kraft, mit einem klaren Ziel, dem Herz. Damals waren es die Apostel und heute sind es unsere Herzen, die erfüllt werden mit der Liebe Gottes, welches in uns ein Feuer der Begeisterung entfacht. So appellierte Pajor, dass wir unsere Herzen öffnen, um darin die Glut des Feuers zu tragen und keine Asche. Den Heiligen Geist kann man weder sehen noch riechen, aber man kann ihn erfahren, wie er in uns oder in anderen Menschen wirkt. „DER Chor“ unter Leitung von Su Frisch und Hardy Meierhofer gestaltete die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes. Mit perfekt einstudierten Darbietungen sorgten Sie für zahlreiche Gänsehautmomente unter den Kirchgängern, welche das besondere Musikerlebnis mit einem kräftigen Applaus honorierten.  

V.S.