Seinem Namen alle Ehre gemacht hat das Fronleichnamsfest in Untertraubenbach, mit dem festlich geschmückten Gotteshaus und dem ebenso herrlich herausgeputztem Prozessionsweg. Gefeiert hat den Prangertag mit der Pfarrei St. Martin dankenswerterweise Pfarrer i. R. Josef Triebenbacher.

Der Auftakt des Hochfestes erfolgte mit einem feierlichen Gottesdienst, Ruhestandspfarrer Triebenbacher ging bei seiner Predigt insbesondere auf die Bedeutung des Wortes „Fronleichnam“ ein. Es wäre ein Fest, das man erfinden müsste, wenn es dieses noch nicht geben würde. „Jesus kommt heute an Fronleichnam in die Welt unseres Alltags“, so der Ruhestandsgeistliche. Man könne die Prozession auch als eine Art Demonstration für den Glauben betrachten. Jesus käme dabei zu allen, auch zu denen, die der Kirche fern sind oder sich von ihr abgewendet haben.

Im Anschluss wurde Jesus im Sakrament der Eucharistie durch den Untertraubenbacher Dorfkern getragen und die Pfarrgemeinde feierte damit dankbar, dass Christus mitten unter den Menschen ist und mit ihnen alle Wege in Arbeit und Freizeit, in Freud und Leid mitgeht. Die Feuerwehr und Soldaten- und Kriegerkameradschaft Untertraubenbach, die Pfahlschützen Thierlstein, die Sodalen der Marianischen Männerkongregation sowie der örtliche Katholische Frauenbund zeigten sich mit Fahnenabordnungen vertreten. Die Erstkommunionkinder waren nochmals mit ihren einheitlichen Gewändern eingebunden. Noch viele weitere brachten sich dankenswerterweise ein, ob Mesner, Ministranten, Himmelträger, der Kirchenchor unter der Leitung von Paul Piller, Kirchenverwaltung oder Pfarrgemeinderatsmitglieder. Jugendliche, fesch gekleidet in Tracht, trugen vier Heiligenfiguren (Hl. Notburga, Gottes Mutter, Jesuskind und Bruder Konrad) mit. An den vier Altarstationen wurde jeweils ein anderes Thema in den Fokus gerückt und auch liebevoll und bezaubernde Motive aus Blumen, Schilf und sonstigen Grünmaterialien geschaffen. Den Altar samt Blumenteppich am Schwalbenhaus gestaltete der Obst- und Gartenbauverein, zum Abschluss am Dorf- und Kirchplatz brachten sich Pfarrgemeinderat (Altar) und Frauenbund (Blumenteppich) gemeinsam ein. Die Anwohner des Prozessionsweges machten sich ebenso wieder viel Mühe und schmückten entlang der Strecke ihre Häuser und Gärten mit Birken, Fahnen und Girlanden.

Pfarrer i. R. Josef Triebenbacher dankte nach dem Schlusssegen mit einem herzliches Vergelt’s Gott allen Beteiligten vor und hinter den Kulissen. Abgeschlossen wurde mit dem Läuten der Glocken der Pfarrkirche St. Martin“ und dem Schlusslied „Großer Gott, wir loben dich“. Vereine, Vertreter der Kirche und Pfarrbürger nutzten im Anschluss gerne die Möglichkeit zum Frühschoppen bzw. Mittagessen beim Fischerfest der Angelfreunde Untertraubenbach. (A. & L. Sch.)