Festlicher Gottesdienst mit Prozession der Pfarrei St. Josef – 70 Jahre Außenaltar der Familie Ansel gewürdigt
Bei bestem Sommerwetter beging die Pfarrei St. Josef am Donnerstag das Hochfest Fronleichnam mit einem festlichen Gottesdienst und der anschließenden traditionellen Prozession. Stadtpfarrer Dr. Kazimierz Pajor sowie Diakon Martin Peintinger als Konzelebrant konnten dazu zahlreiche Gläubige willkommen heißen. Unter ihnen befanden sich auch viele Erstkommunionkinder sowie Abordnungen örtlicher Vereine.

Gemeinsam gedachten sie der bleibenden Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie. Musikalisch umrahmt von der Blaskapelle Pfeffer aus Wetterfeld zog der Kirchenzug mit Ministranten, Lektoren und weiteren Mitwirkenden feierlich in das Gotteshaus ein. Im Mittelpunkt seiner Predigt stellte Pfarrer Pajor die Nähe Gottes zum Menschen. Fronleichnam mache deutlich, dass Jesus Christus in der Eucharistie nicht nur sinnbildlich, sondern wahrhaft gegenwärtig sei. Mit dem Bibelwort „Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, mein Blut ist wahrhaft ein Trank“ werde die Einladung zur Gemeinschaft mit Gott sichtbar. Die Eucharistie, so Pajor, sei Ausdruck der göttlichen Hinwendung zum Menschen. Nicht der Mensch müsse den Weg zu Gott suchen, vielmehr komme Gott selbst den Menschen entgegen und schenke sich ihnen als Nahrung für ihr Leben. In der Kommunion nehme Christus die Gläubigen in sein eigenes Leben hinein und wirke so eine stille, aber tiefgreifende Verwandlung. Aus diesem Grund trage die Kirche an Fronleichnam das Allerheiligste hinaus auf die Straßen. Die Prozession verdeutliche, dass Christus die Menschen auf ihrem Lebensweg begleite und ihnen in Freude, Leid und Herausforderungen nahe sei.

Das Fest sei damit ein sichtbares Zeichen für Gottes Gegenwart und seine hoffnungsvolle Zuwendung. Zum Abschluss seiner Ansprache ermutigte Pajor die Gläubigen, selbst zu Menschen zu werden, die Trost, Zuversicht und Hilfe weitergeben. Nach dem Gottesdienst setzte sich die große Prozession durch Cham-West in Bewegung. Unter dem Baldachin wurde die Monstranz mit dem Allerheiligsten getragen. Angeführt wurde der Zug von Kreuzträger Max Wanninger. Es folgten die Fahnenabordnungen der Marianischen Männerkongregation Cham-West, der Freiwilligen Feuerwehr Loibling-Katzbach, der Schützenvereine Katzbach und Katzberg, der Blumen- und Gartenfreunde Katzbach-Loibling sowie des Glockenvereins Wackerling. Für die Absicherung des Prozessionsweges sorgten Polizei und Bayerisches Rotes Kreuz. An vier liebevoll gestalteten Freialtären – bei den Familien Fechter und Ansel, an der Kreuzung Josef-Heilingbrunner-Straße/Bäumlstraße sowie am Kirchplatz – wurden Evangelien vorgetragen und Fürbitten gesprochen. Am Ende der Feier spendete Pfarrer Pajor den sakramentalen Segen und sprach allen Mitwirkenden seinen Dank aus. Dieser galt den liturgischen Diensten ebenso wie den Gestaltern der Altäre und den Anwohnern, die ihre Anwesen und Gärten festlich geschmückt hatten. Besonders würdigte der Stadtpfarrer die Familie Ansel, die in diesem Jahr bereits zum 70. Mal den aufwendig gestalteten Außenaltar errichtet hatte und damit einen wesentlichen Anteil zur Aufrechterhaltung der Tradition beisteuert. Mit dem Schlusslied „Großer Gott, wir loben dich“ und dem festlichen Geläut der Pfarrkirche fand der kirchliche Teil seinen Ausklang. Anschließend lud der Pfarrgemeinderat ins Pfarrheim ein, wo die Besucher bei einem gemeinsamen Mittagessen und geselligem Beisammensein den Feiertag ausklingen ließen. (V.S.)

