Seit 50 Jahren gibt es den Seniorentreff Sankt Josef. Bei der Jubiläumsfeier steht einiges auf dem Programm: eine Reise zurück an die Anfänge, Kuchen und Ehrungen.

„50 Jahre Gespräche und schöne Erinnerungen“, fasst Maria Kalz, Mitglied des Vorbereitungsteams den Anlass des Seniorentreffens an diesem Dienstag zusammen. Es soll nicht nur geplauscht, sondern richtig gefeiert werden. Seit fünf Jahrzehnten veranstalten Ehrenamtliche und die Pfarrei Sankt Josef in Cham Treffen und Ausflüge für Senioren. Es ist ein Arzneimittel, um die Einsamkeit im Alter zu lindern. Alles fing mit vier Bereitwilligen im Jahr 1976 an. Mit Hilfe eines Lichtbildvortrags konnten die Senioren an die Anfänge zurückreisen.

„Schon damals lief der Seniorennachmittag gut“, sagt Anni Fuchs, Mitglied des Vorbereitungsteams. Die Anwesenden diskutieren immer wieder, wer denn auf den Bildern zu sehen ist. Viele kennen sie noch mit Vor- und Zunamen. Andere können sie nicht genau identifizieren. Die Senioren lachen bei einem Bild von einem Faschingskostüm. Die Erinnerungen erwecken ein Gefühl von Nostalgie.

50 Jahre – ein halbes Jahrhundert ehrenamtliche Arbeit. „Das Leitungsteam macht es aus Nächstenliebe“, weiß Pfarrer Dr. Kazimierz Pajor. „Sie haben nie gefragt, was sie dafür kriegen“. Entstanden sei der Seniorentreff als „kleines Kind“, wie er es beschreibt. „Und aus diesem Kind wurde ein erwachsener Mensch.

Vier Personen haben 1976 die Initiative ergriffen: Elisabeth Braun, Evi Kreuzer, Gudrun Schiedermeier und Kaplan Wolfgang Riedl. Die ersten beiden Frauen sind beim Jubiläum anwesend und bekommen für ihren Dienst einen Blumenstrauß. Für die bereits verstorbene Schiedermeier gab es eine Gedenkminute.

Doch nicht nur die Initiatoren, sondern auch andere gehen nicht leer aus. Darunter Pfarrer Pajor. „Er lässt uns stets nach unseren Ideen schalten und walten“, so Carola Gleixner, ebenfalls vom Vorbereitungsteam.

Und auch Pfarrer Josef Amberger kommt in diesem Zug zu Wort. „Wer die Alten nicht akzeptiert, nimmt sein Älterwerden nicht an“, sagt er und schaut in die Runde. Doch das Alter werde mit Möglichkeiten wie dem Seniorentreff immer vielfältiger und bunter, weiß er. Und das solle auch so bleiben. Rund 80 Senioren sind zum Jubiläum erschienen. Das freue das Vorbereitungsteam sehr, sagt Gleixner. Für die Zukunft wünschen sie sich weiterhin so zahlreiche Besucher und mehr Männer in den Reihen.

Die Geehrten

Gründungsmitglieder: Evi Kreuzer, Elisabeth Braun – frühere Team-Mitglieder: Elfriede Pfeilschifter, Heidi Hruby, Helga Friedl – langjährige Besucherin: Anna Reschmeier – früherer Berichterstatter: Georg Fleischmann – 30 Jahre Verantwortliche für Seniorenarbeit: Inge Hochmuth