Pfarrei St. Josef feiert 50 Jahre Seniorenarbeit – Dankgottesdienst mit traditioneller Walder-Messe

Gemeinsam lachen, miteinander reden, Neues entdecken und füreinander da sein: Seit 50 Jahren ist die Seniorenarbeit der Pfarrei St. Josef ein fester Bestandteil des pfarrlichen Lebens. Dieses besondere Jubiläum wurde am vergangenen Wochenende mit einem feierlichen Dankgottesdienst begangen, bei dem die Gemeinschaft und das große ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt standen. Stadtpfarrer Dr. Kazimierz Pajor zelebrierte die Messfeier gemeinsam mit Ruhestandspfarrer Josef Triebenbacher und Diakon Martin Peintinger. Musikalisch gestaltet wurde der stimmungsvolle Gottesdienst im Stil einer traditionellen Walder-Messe von den „Halmberger Sängern“.

In seiner Predigt griff Pajor das biblische Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl auf. Gott lade die Menschen zu Gemeinschaft, Freude und Hoffnung ein. Christlicher Glaube erschöpfe sich jedoch nicht darin, diese Einladung anzunehmen. Vielmehr gehe es darum, die erfahrene Liebe und Barmherzigkeit Gottes an andere weiterzugeben und im Alltag lebendig werden zu lassen. Wie dies gelingen könne, zeige die Seniorenarbeit in St. Josef auf eindrucksvolle Weise. Monat für Monat organisiere das Leitungsteam Busfahrten und Begegnungsnachmittage, plane Veranstaltungen und bereite abwechslungsreiche Programme vor. Hinter den gemeinsamen Erlebnissen stünden viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit, Kreativität und persönlicher Hingabe. Dabei schenkten die Verantwortlichen nicht nur ihre Ideen und Talente, sondern vor allem ihre Zeit, Aufmerksamkeit und ihr Herz, betonte der Stadtpfarrer. Dieses Engagement sei Ausdruck jener Nächstenliebe, die Jesus vorgelebt habe: nicht darauf zu schauen, was man selbst davon habe, sondern anderen ohne Erwartung einer Gegenleistung zu dienen. Seit fünf Jahrzehnten ermögliche die Seniorenarbeit damit wertvolle Begegnungen, Freundschaften und gemeinsame Erinnerungen. Vor allem schenke sie älteren Menschen das Gefühl, dazuzugehören und nicht vergessen zu sein. Pajor dankte dem Leitungsteam für seine Treue, Großzügigkeit und seinen unermüdlichen Einsatz. Zugleich verband er damit die Hoffnung, dass sich auch in Zukunft Menschen finden, die diese wertvolle Aufgabe weiterführen. Die vergangenen 50 Jahre hätten gezeigt, dass gelebter Glaube Freude schenke und Nächstenliebe weit über den eigenen Kreis hinauswirke.

Auch Pfarrgemeinderatssprecherin Sabrina Wanninger gratulierte zum Jubiläum und würdigte die Vielfalt des Angebots. Neben Vorträgen, Spielenachmittagen und Faschingsfeiern gehörten monatliche Bildungsfahrten zu Klöstern der Region ebenso zum Programm wie Ausflüge zu traditionellem Handwerk, etwa zu einem Besen- und Bürstenmacher. Dass die Gemeinschaft zugleich offen für neue Entwicklungen sei, habe ein Nachmittag gezeigt, an dem Ministranten den Senioren den Umgang mit dem Smartphone erklärten. Darüber hinaus griffen die Verantwortlichen auch wichtige Fragen des Alltags auf. So bot eine Veranstaltung zu den Kosten eines Pflegeheimplatzes Gelegenheit, sich zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Seniorenarbeit schaffe damit nicht nur Raum für Geselligkeit, sondern auch für Orientierung, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Wanninger dankte allen, die die Seniorenarbeit über die Jahrzehnte begleitet und mitgestaltet haben. Für die kommenden Jahre wünschte sie der Gemeinschaft weiterhin viele schöne Begegnungen, anregende Veranstaltungen und erlebnisreiche Ausflüge. Vor allem möge sie ein Ort bleiben, an dem sich jeder willkommen und verbunden fühle.

Das aktuelle Leitungsteam der Senioren: Brigitte Fischer, Elisabeth Franzmeier, Anna Fuchs, Carola Gleixner, Inge Hochmuth, Maria Kalz, Paula Ley, Elfriede Palusch, Anni Schießl, Marlies Semmelbauer (V.S.)