Entstehende Heimkosten bei einer dauerhaften Unterbringung im Pflegeheim und die Finanzierung dieser Kosten waren Thema beim letzten Senioren-Nachmittag der Pfarrei St. Josef. Die Seniorenbeauftragte der Pfarrei, Frau Anna Fuchs, konnte als Referentinnen Frau Katrin Wagner von der Beratungsstelle des Bezirks Oberpfalz und Frau Martina Pfeilschifter von der Senioren-Kontaktstelle beim Landratsmt Cham begrüßen. Dass dieses Thema sehr interessiert, zeigte sich an der großen Anzahl der anwesenden Senioren. Zuerst stellte sich Frau Wagner und ihre Aufgaben bei der Beratungsstelle des Bezirk Oberpfalz vor. Wenn ein Pflegefall eintritt und Hilfe gebraucht wird, sollen sich die Angehörigen sofort bei der Beratungsstelle informieren, denn es werden nur aktuelle und kommende Leistungen bezuschusst. Dazu gibt es aber auch viele Voraussetzungen. Hierzu erläutert die Referentin ausführlich wie die Finanzierug eines Heimplatzes aussieht. Für die Finanzierung einer Heimunterbringung muss das gesamte verwertbare Vermögen angesetzt werden (Rentenbeträge, Sparvermögen, Bausparverträge, Lebensversicherungen, Immobilien). Selbstverständlich gibt es bestimmte Freibeträge. Bei einer Schenkung ist die 10-Jahres-Frist wichtig. Für die Antragstellung auf Kostenbeteiligung durch den Bezirk Oberpfalz müssen Belege und Unterlagen der letzten drei Jahre bereitgehalten werden. Da die Finanzierung von Heimkosten ein sehr komplexes Thema ist, bietet der Bezirk drei Mal im Monat beim Landratsamt Cham Sprechstunden an. Besprechungstermine können bei der Senioren-Kontaktstelle im Landratsamt Cham erfragt werden. 

Frau Pfeilschifter sprach bei ihren anschließenden Ausführungen noch das Landespflegegeld an. Diese freiwilligen Mittel gewährt der Freistaat Bayern und zahlt ab diesem Monat diese Zuschussmittel aus. Die Referentin stellte einige Hilfsmittel für Senioren vor und empfahl die Wahrnehmung einer Wohnberatung mit entsprechenden  Vorschlägen für ein sicheres Leben in der eigenen Wohnung. Die informativen Ausführungen der beiden Referentinnen regten anschließend zu lebhaften Diskussionen an. (C.G.)