Ereignisreiche Tage konnten die Ministranten von St. Josef, Cham-West und St. Martin, Untertraubenbach erleben. Neben den vielfältigen Veranstaltungen während des Jahres, sind die sogenannten Sommeraktionstage das besondere Highlight zum Saisonabschluss. Wie schon im letzten Jahr hatten sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, in Untertraubenbach ihr Quartier aufzuschlagen. Los ging es am Freitagnachmittag. Nach dem Ankommen wurden die Teilnehmer von den Oberministranten und den Ministrantenbeauftragten empfangen und bauten gemeinsam ihre Zelte im Hinterhof des Pfarrheimes auf.

Um der Bezeichnung „Sommeraktionstage“ gerecht zu werden, haben die Teilnehmer zahlreiche Teamwettbewerbe zu absolvieren, bei denen am Ende ein Sieger ermittelt wird. Und so begannen die Altardiener nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit der Kernaufgabe der diesjährigen Ferienfreizeit. Getreu dem Begriff „Upcycling“ mussten aus verschiedenen Abfallprodukten die Kirchen St. Josef, St. Martin, Maria Hilf, St. Jakob, St. Ägidius, die Kapelle Streicherröhren und Loibing, sowie der Glockenturm in Wackerling nachgebaut werden. In Anbetracht des zur Verfügung stehenden Materials und der Kürze der Zeit kein leichtes Unterfangen für die Wettbewerber. Nachdem die Rohbauten Gestalt angenommen hatten, folgte mit dem Abendessen und einer anschließenden Kegelrunde im Dorfgasthaus Holzer das Kontrastprogramm. Der Samstag startete mit Sport- und Gymnastikübungen vor dem Frühstück. Munter und gestärkt konnten die einzelnen Teams ihren Kirchenbau weiter vorantreiben, ehe sich die Truppe auf den Weg in das Naturbad in Stamsried machte, um dort die erfrischende Abkühlung von den hochsommerlichen Temperaturen zu finden. Am späten Nachmittag folgte eine weitere Wertungsprüfung. Die sogenannte Schnitzeljagd führte durch Untertraubenbach und an zahlreichen Stationen konnten die Starter sowohl ihre Geschicklichkeit als auch ihre Allgemeinbildung und kirchliches Grundwissen unter Beweis stellen. Auch das Abendprogramm war mehr als kurzweilig. Nach einer kurzen Verpflegungspause wanderten die Minis zum idyllischen Regenufer beim Vogelaussichtsturm, um bei Lagerfeuerromantik unter der musikalischen Begleitung von Dr. Martin Hauser und Dr. Maria Simml gemeinsam zu musizieren. War hierbei das Liedgut vor allem kirchlich geprägt, bestimmten die Partyhits von der bekannten Vergnügungsmeile auf Mallorca die musikalische Umrahmung bei der anschließenden Kinderdisco.

Sichtlich begeistert waren die Kirchenbesucher des Sonntagsgottesdienstes, als sie die auf dem Kirchplatz zur Vernissage aufgereihten, fertigen Modelle bewundern konnten. Stolz und selbstbewusst präsentierten die Baumeister zu Beginn der Messe das in mühevoller Arbeit erreichte Ergebnis. Einzeln trugen sie dafür die Nachbauten zum Altar und berichteten über deren Entstehungsgeschichte und kunsthistorische Besonderheiten. Ergriffen von dem Geleisteten schwärmte Stadtpfarrer Dr. Kazimierz Pajor in seiner Predigt von den Werken seiner Ministranten und spannte dabei inhaltlich den Bogen zur Bedeutung der Kirchenhäuser inmitten unserer Gesellschaft. Mit der Siegerehrung und einer Feedbackrunde fanden am frühen Sonntagnachmittag ereignisreiche Sommeraktionstage mit einem kurzweiligen Programm ihr gelungenes Ende. Ganz zur Freude der Verantwortlichen gänzlich ohne Blessuren und Verletzungen. Die Modelle werden noch für eine kurze Zeit in St. Josef, Cham-West und St. Martin, Untertraubenbach, zur Besichtigung ausgestellt.
(VS)