Beim letzten Nachmittag für die Senioren von St. Josef erfuhren die Anwesenden sehr Interessantes über das Essen und Trinken in alter Zeit. Das wichtigste Nahrungsmittel waren die Erdäpfel oder Kartoffeln, die ab dem 17. Jahrhundert bei uns auf dem Speiseplan standen. Dazu gesellte sich das Sauerkraut, das selbst gehobelt und eingestampft wurde. In den großen Fässern hielt dieses Kraut mindestens ein Jahr oder oftmals sogar 2 – 3 Jahre. Der Fleischkonsum war beim einfachen Volk sehr gering.

So verwendete man das Rindfleisch hauptsächlich nur für Suppen und das Schweinefleisch wurde nur gebraten. Auf den Bauernhöfen wurde mindestens einmal im Jahr ein Schwein geschlachtet, das vielseitige Verwendung fand. Sehr zahlreich war früher Obst vorhanden, weil jeder Bauernhof einen großen Obstgarten mit Äpfeln, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen usw. hatte. Schon immer gingen unsere Vorfahren gerne in den Wald, um Pilze zu sammeln. Bemerkenswert ist, dass nur Steinpilze mit nach Hause genommen wurden. Wie auch noch heute gab es zum Kirchweihfest Küchel, Striezel und einen Hefezopf. Und genau dieses selbst gebackene Schmalzgebäck kredenzte das Senioren-Team an diesem Nachmittag den anwesenden Senioren zu Kaffee und Tee.

Das von unseren Vorfahren selbst gebraute Bier gehörte mit Brot zu den Hauptnahrungsmitteln. Das Bier gab es in manchen Bevölkerungsschichten nur an besonderen Feiertagen und zur Kirchweih. Dann wurde es oft im Übermaß getrunken, was dann auch negative Auswirkungen hatte. Üblicherweise tranken die Leute nur Wasser.
Neben dem Essen und Trinken befassten sich die anwesenden Senioren noch mit Wörtern aus vergangenen Jahren, die fast vergessen sind.

